Das bin ich – aufgewachsen zwischen Actionfiguren und Abenteuer
Hallo, ich bin Stephan, Baujahr 1978 – und damit ziemlich genau aus einer Generation, die noch wusste, dass ein Fernseher auch mal ausgeschaltet werden konnte. 😎
Meine Kindheit und Jugend habe ich genau in den 80ern und frühen 90ern erlebt. Aufgewachsen bin ich in Holzhausen, einem Ortsteil von Porta Westfalica. Und wenn ich an diese Zeit zurückdenke, dann bestand meine Freizeit aus einer ziemlich einfachen, aber verdammt guten Mischung:
Actionfiguren, Serien, Filme – und jede Menge Draußen-Action.
Das Kinderzimmer war unser Hauptquartier, der Garten unser Abenteuerspielplatz und ein Karton konnte innerhalb von fünf Minuten alles sein, was die Fantasie gerade verlangte. Raumschiff? Klar. Panzer? Sowieso. Geheimversteck? Absolut!
Während draußen das Leben stattfand, warteten drinnen die großen Helden auf uns.
He-Man, Bravestarr, Transformers, Star Wars und all die anderen Figuren, die für uns nie einfach nur Plastik waren. Sie waren Helden, Freunde und manchmal sogar ziemlich gute Lebensberater.
Denn irgendwo zwischen „Bei der Macht von Grayskull!“ und „Strength of the Bear!“ bekam man ganz nebenbei noch ein paar Dinge fürs Leben mit: Mut, Freundschaft, Loyalität, Ehrlichkeit und die Erkenntnis, dass man auch dann aufstehen sollte, wenn Skeletor einem gerade ordentlich eins auf die Mütze gegeben hat.
Und dann waren da natürlich die großen Jungs des Kinos.
Arnie, Chuck und Sly.
Arnold Schwarzenegger zeigte uns, dass Probleme am besten mit einem coolen Spruch und ordentlich Muskelmasse gelöst werden. Chuck Norris brauchte eigentlich gar keine Erklärung – sein Name war schon ein eigenes Genre. Und Sylvester Stallone bewies uns mit Rocky und Rambo, dass man manchmal einfach weitermachen muss, selbst wenn das Leben gerade aussieht, als hätte es einen schlechten Tag.
Dazu kamen Knight Rider, das A-Team, Ein Colt für alle Fälle, Airwolf, Star Wars, Indiana Jones und unzählige andere Filme und Serien, die sich irgendwo tief im Gedächtnis eingebrannt haben.
Und natürlich die Musik.
Diese Musik ist für mich bis heute ein Stück Zuhause. Synthesizer, Gitarren, große Melodien und Songs, bei denen man manchmal schon nach den ersten drei Sekunden wieder genau weiß, wo man damals war.
Damals wusste ich natürlich nicht, was das alles einmal mit mir machen würde.
Ich war einfach ein Kind.
Ein Kind, das gespielt, ferngesehen, Filme geschaut, Musik gehört und draußen seine eigenen Abenteuer erlebt hat.
Erst rund vier Jahrzehnte später habe ich langsam verstanden, wie sehr mich diese Zeit eigentlich geprägt hat.
Sie hat meinen Humor beeinflusst. Meine Begeisterung für Filme und Serien. Meine Liebe zu Musik. Meine Faszination für Figuren, Geschichten und fantastische Welten.
Und wahrscheinlich auch meine ziemlich ausgeprägte Fähigkeit, bei einer neuen Actionfigur im Laden immer noch dieses kleine Leuchten in den Augen zu bekommen.
Tja…
Da ist er wieder.
Der siebenjährige Stephan.
Denn während ich inzwischen 48 bin und eigentlich längst erwachsen sein sollte, passiert etwas ziemlich Verrücktes:
Ich entdecke diese Welt immer wieder neu.
Neue Masters-of-the-Universe-Figuren stehen plötzlich wieder im Regal. Alte Serien werden digital überarbeitet. Filme bekommen neue Editionen. Figuren aus meiner Kindheit tauchen plötzlich wieder auf – nur dass ich heute nicht mehr mit meinem Taschengeld bezahlen muss.
Und irgendwo zwischen moderner Technik und nostalgischem Plastik sitze ich dann da und denke:
„Verdammt… das hatte ich doch früher auch!“
Nur dass ich heute nicht mehr sieben bin.
Oder vielleicht doch?
Vielleicht steckt dieser kleine Junge einfach noch immer irgendwo in mir.
Und vielleicht ist genau das das Schöne daran.
Denn Nostalgie bedeutet für mich nicht, ständig zu sagen: „Früher war alles besser.“
Es bedeutet, sich daran zu erinnern, was einen glücklich gemacht hat.
Meine Welt war bunt.
Sie war laut.
Sie war manchmal völlig übertrieben.
Sie hatte Laser, Raumschiffe, sprechende Autos, Barbaren mit Schwert, Helden mit Stirnband und Typen, die selbst nach zwölf Explosionen noch ziemlich lässig aus dem Feuer liefen.
Und genau deshalb war sie großartig.
Das war mein Bunt.
Und wisst ihr was?
Es ist geblieben.
Nur heute steht die Actionfigur vielleicht nicht mehr auf dem Teppich, sondern im Regal.
Die VHS liegt nicht mehr im Rekorder, sondern der Film läuft digital.
Der Walkman ist einem Smartphone gewichen.
Aber das Gefühl?
Das ist immer noch dasselbe.
Also willkommen in meiner kleinen Zeitmaschine.
Willkommen bei meinem Bunt.
Zwischen VHS und Streaming, zwischen Kassetten und Spotify, zwischen Castle Grayskull und dem modernen Multiversum.
Ich bin Stephan, Baujahr 1978.
Und irgendwo zwischen den 80ern und den frühen 90ern bin ich offensichtlich einfach hängen geblieben.
**Und ganz ehrlich?
Ich hätte es deutlich schlimmer treffen können.** 😎📼⚡

